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Die Krienser Holzmasken

Luzerner Fasnacht

Während an der Luzerner Fasnacht die Guuggenmusigen dominieren, ist in der Nachbargemeinde Kriens noch eher die urtümliche Fasnacht beheimatet. Die Krienser Bevölkerung ist nicht nur stolz auf ihre Fasnachtstradition, sondern vor allem auf die ureigenen Fasnachtsfiguren und auf die handgeschnitzten Holzmasken.

Wie das Schnitzen nach Kriens gekommen ist, vermag heute niemand mehr zu sagen, die Chroniken schweigen sich darüber aus. Man weiss nach mündlichen Überlieferungen zu berichten, dass seit über 150 Jahren auf dem Heimwesen „uf der Muur“ Masken von diversen Schnitzern vorhanden waren oder geschnitzt worden sind. So bezeichnet man die ersten Krienser Masken als „Muur-„ oder „Hübelimasken“.

Bei den Krienser Masken wird zwischen den Charaktermasken und den Schreckmasken unterschieden. Bei den Charaktermasken sind dem Aussehen keine Grenzen gesetzt. Diese eher fröhlich aussehende Maske mit oft einem bauernschlauen, verschmitzten Lächeln wird von vielen Charakteren der Krienser Fasnacht getragen. Gängige Figuren sind: Wöschwyb (Waschweib), Bärnerwyb (Berner Weib), Chrütermandli (Kräutermann), de Alti (der Alte) und viele mehr.

Typisch für die Schreckmasken hingegen sind: grosse runde Augen mit stark betontem Augenweiss, engstehend mit Blick auf die Nasenspitze, hervortretende schwarze Augenbrauen, eine lange spitze Nase, ein stark hervorstehendes spitzes Kinn sowie die vorstehende Unterlippe mit einer Reihe weisser Unterkieferzähnen. Gesamthaft hat die Schreckmaske den Ausdruck eines Dämonen. Getragen wird diese Maske von den Figuren Krienser Deckel und Buuremaa (Bauernmann).

Einer der das Handwerk seit vielen Jahren ausübt, ist Toni Meier. Zusammen mit seinem Sohn fertigt er in seinem Atelier in Kriens jährlich unzählige Holzmasken. Jede der Masken ist ein Unikat. Da bei den Charaktermasken keine gültigen Gesichtszüge vorgegeben sind, schnitzt Toni Meier jede Figur nach Lust und Laune frei und ohne Schablone in das Holz (Linde). Die Masken, die aus hygienischen Gründen und zum Schutze des Holzes noch behandelt werden, sind in der Regel 200 – 250 Gramm schwer.
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