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Ein Kloster im Gepäck

03
Jul.
-
29
Nov.2020
Ein Kloster im Gepäck
Ein Kloster im Gepäck
Ein Kloster im Gepäck
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Eine Ausstellung zum Jubiläum 900 Jahre Kloster Engelberg. 1615 wurde das Doppelkloster Engelberg aufgehoben und die letzten Nonnen zogen nach Sarnen.
Eine Ausstellung zum Jubiläum 900 Jahre Kloster Engelberg. 1615 wurde das Doppelkloster Engelberg aufgehoben und die letzten Nonnen zogen nach Sarnen.

Ein Kloster im Gepäck

Die Sonderausstellung «Ein Kloster im Gepäck» ist Teil des Jubiläumsprogramms 900 Jahre Kloster Engelberg und fokussiert auf das Jahr 1615, als sieben mutige Klosterfrauen aus Engelberg nach Sarnen zogen, um das Kloster St. Andreas zu gründen.

Ein Kloster für Obwalden
Seit dem 12. Jahrhundert bestand in Engelberg ein Doppelkloster mit Mönchen und Nonnen. Die Nonnen weigerten sich 1615, ihren Frauenkonvent in Engelberg aufzulösen und in verschiedene Klöster zu ziehen, wie es der Wille des Engelberger Abts gewesen wäre. Der Abt wollte das Vermögen des Frauenkonvents für eine Mönchsniederlassung in Sachseln verwenden. Obwalden war damals der einzige katholische Stand ohne Ordensgemeinschaft und stand auf einmal vor zwei Optionen: Mönche in Sachseln oder Nonnen in Sarnen? Die Nonnen zogen aber ebenfalls die Fäden und errangen eine gemeinsame Verlegung nach Sarnen.

Rätsel um die Jesusfigur
Ein Rätsel bleibt die Frage, was die Nonnen in ihrem Gepäck nach Sarnen mitnahmen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit war die gotische Jesusfigur dabei, die bereits in Engelberg verehrt wurde und die heute als «Sarner Jesuskind» bekannt ist. Sicher packten die Klosterfrauen auch die kostbaren Stoffe ein, die Königin Agnes von Ungarn dem Frauenkonvent geschenkt hatte. Die Ausstellung zeigt einen mittelalterlichen Reliquienbehälter, der mit einer Medaille aus dem Geschenk der Königin geschmückt ist.


Nonnenbiografien und ein Abt aus Kerns
Das Kloster Engelberg war länger ein Doppelkloster als ein reines Männerkloster. Die Ausstellung macht auf die gemeinsame Geschichte mit getrennten Wegen aufmerksam. Von zwei zentralen Figuren dieser Geschichte sind im Museum Porträts zu sehen: Vom aus Kerns stammenden Abt Jakob Benedikt Sigerist, der das Männerkloster reformierte, und von Äbtissin Scholastika von Wyl, unter der die Gemeinschaft in Sarnen einen Aufschwung erlebte.

Gut zu wissen

Datum
Freitag, 03. Juli 2020 14:00 - Sonntag, 29. November 2020 17:00
Ergänzende Zeitangaben
Gruppen und Führungen nach Vereinbarung
Lokalität
Historisches Museum Obwalden
Brünigstrasse 127
6060 Sarnen
Preis
Erwachsene: 6.- Fr AHV, Lehrlinge, Gästekarte, Kulturlegi: 4.- Fr. Kinder bis 16: gratis Mitglieder HVO, Museumspass: Gratis
Kontakt
Historisches Museum Obwalden
Brünigstrasse 127
6061 Sarnen
041 660 65 22 (Museum)
Homepage
https://www.museum-obwalden.ch/
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Veranstaltungsort

Historisches Museum Obwalden
Brünigstrasse 127
6060 Sarnen