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Heepä, Gigele, Gäitsche — Mundart in der Deutschschweiz

Heepä, Gigele, Gäitsche — Mundart in der Deutschschweiz
Nidwaldner Museum. Heepä, gigele, gäitsche. Grafik Markus Bucher
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In der Ausstellung tauchen wir in den Vielklang der Dialekte ein. Woher kommt der Mundart-Boom? Kreativer als je schlägt er sich in WhatsApps, Radio- und TV-Sendungen, Werbung und Literatur, Slam Poetry, Volksliedern und Rock­songs produktiv nieder.
In der Schweiz regierte nie ein König, der seinen Dialekt (z. B. Berndeutsch) zur Nationalsprache hätte erklären können. Darum gibt es kein Schweizerdeutsch und alle Dialekte überlebten dank dem Föderalismus. Zur schriftlichen Verständigung benutzen wir aber ein neutrales Deutsch: das Schriftdeutsch. Wir schreiben und lesen also nicht in der Sprache, die wir sprechen. Das ist unpraktisch und anstrengend, dafür pflegen wir unsere Dialekte! In kaum einem Land kümmern sich Bevölkerung, Wissenschaft und Politik so stark um die Mundart wie in der Deutschschweiz. Sie ist für uns Heimat. Mit ihr zeigen wir, wo wir dazugehören... und wer nicht dazugehört. Aber wir sorgen uns auch: Stirbt der Dialekt, wenn junge, mobile Menschen ein regionales Gemisch reden? Oder ist der Wandel der Mundart gerade der Beweis, dass sie lebt?

In der Ausstellung tauchen wir in den Vielklang der Dialekte ein: Was erzählen Menschen aus Nidwalden darüber, wie sie reden? Und warum? Was sagt die Dialektforschung (an ihrem Anfang stand ein Nidwaldner, Jakob Joseph Matthys, 1802–1866) über unser Reden? Gibt es richtig und falsch? Oder nur alt und neu? Warum kennen ältere Frauen die meisten Fluchwörter? Woher kommt der Mund-art-Boom? Denn kreativer als je schlägt er sich in WhatsApps und Posts, Radio- und TV-Sendungen, Werbung und Literatur, Slam Poetry, Volksliedern und Rock­songs produktiv nieder.

Ausstellungskuratorin: Jacqueline Häusler, Häusler + Weidmann, Zürich
Szenografie: Markus Bucher, Barbieri Bucher, Zürich
Begleitprogramm: Sabine Graf, lit.z (Literaturhaus Zentralschweiz), Stans

Weiteres Begleitprogramm in Zusammenarbeit mit dem lit.z: www.lit-z.ch

Gut zu wissen

Datum
Samstag, 04. April 2020 11:00 - Sonntag, 01. November 2020 17:00
Weitere Daten
Samstag, 04. April 2020 14:00 - Sonntag, 01. November 2020 17:00
Samstag, 04. April 2020 14:00 - Sonntag, 01. November 2020 20:00
Ergänzende Zeitangaben
Eröffnung: Freitag, 03. April 2020 / 18.30 Uhr : Einführung in die Ausstellung durch Jacqueline Häusler, Kuratorin.

Sonntag, 5. April / 14.30 - 17.00 Uhr, Winkelriedhaus Stans (LOGO lit.z): «Sockenschlacht und Löwenzahn» Familiensonntag: Lesung, Mal- und Schreibmaschinenworkshop

Mittwoch, 6. Mai / 18.30 Uhr, Salzmagazin: Öffentliche Führung mit Jacqueline Häusler, Ausstellungskuratorin, und Stefan Zollinger, Leiter Nidwaldner Museum
Lokalität
Nidwaldner Museum Salzmagazin
Stansstaderstrasse 23
6370 Stans
Preis
CHF 7.00 / 4.00 Führung CHF 5.00 pro Kind (ab 7 Jahren): «Sockenschlacht und Löwenzahn» Familiensonntag - Workshop
Kontakt
Stiftung Lebensraum Gebirge
c/o Herrenhaus Grafenort
Herrenhaus 1
6388 Grafenort
041 639 53 33
Homepage
http://www.nidwaldner-museum.ch/
Export
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Veranstaltungsort

Nidwaldner Museum Salzmagazin
Stansstaderstrasse 23
6370 Stans