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Wege - Traversen. Einschnitte. Hinführungen.

14
Apr.
-
01
Nov.2019
Wege - Traversen. Einschnitte. Hinführungen.
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Eine Ausstellung über die Beziehung von Wegen und der Landschaft, die Kunst und Geschichte aufeinandertreffen lässt.
«Wege - Traversen. Einschnitte. Hinführungen» untersucht die Beziehung von Wegen und der Landschaft. Die Landschaft kann nur sehen, wer sie begeht. Wege sind Zugänge. Sie verändern aber auch die Landschaft und greifen in diese ein. Sie werden angelegt, um die Ressourcen des Landes zu nutzen. Wege sind auch Grenzen. Sie zerschneiden die Landschaft und provozieren Widerstand. Wege sind alltäglich. Doch neu beleuchtet rücken sie ins Bewusstsein der Begehenden. Dem, der zuhören mag, können die Wege viel erzählen. Eine Ausstellung im Museum Bruder Klaus Sachseln mit reichhaltigem Veranstaltungsprogramm erzählt diese Weg-Geschichten.

Traversen - Kunstschaffende finden eigene Routen
«Traversen» zeigt Arbeiten von zwei Kunstschaffenden, welche Wegnetze durch die Schweiz aufspüren, beschreiben und aufspannen. Der Belgier Pierre-Philippe Hofmann machte sich auf, die Schweiz auf 10 verschiedenen Routen zu durchqueren. Alle endeten auf der Älggialp, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz. Dabei entstand ein Porträt der Schweiz in Film, Bild und Ton. In Sachseln präsentiert der Künstler sein «Portrait of a Landscape» und führt das Projekt mit Besucherstimmen fort. Mit spirituellen Traversen setzte sich der Obwaldner Künstler Kurt Sigrist auseinander. Seine Black Box macht Linien sichtbar, die wie ein Netz über der Landschaft Kirchen, Kapellen und markante Bergspitzen verbinden und auf vorchristliche Kultorte verweisen.

Einschnitte. Hinführungen – Geschichten historischer Nutz- und Verkehrswege in Obwalden
Viele der heutigen Strassen in ländlichen Gegenden entstanden als Nutzwege – zum Abbau von Holz oder zum Erreichen der Alpen. Exemplarisch erzählt «Einschnitte. Hinführungen» die Geschichten ausgewählter Obwaldner Wege, etwa der Forststrasse ins kleine Melchtal oder dem Franzosenweg in Alpnach. Fotografien aus den Archiven, Filmmaterial, Werkzeuge, Installationen und Miniaturen in der benachbarten Sammlung Christian Sigrist machen die Nutzung und den Bau dieser historischen Wege erlebbar. Auch auf die jüngere Vergangenheit wird zurückgeblickt: Ein Ausstellungsteil würdigt die politische Auseinandersetzung um die Linienführung der A8 durch Obwalden und erinnert an den in der Bevölkerung breit abgestützten Widerstand gegen diesen Einschnitt in die Landschaft. Für die Aktion «O miis liebs Obwaldnerländli» etwa schufen knapp 40 Kunstschaffenden Werke, die sich gegen die Zerstörung von Natur und Lebensraum aussprachen. Im Rahmen eines partizipativen Projekts soll in der Ausstellung ein Grossteil dieser politisch motivierten Kunst wieder vereint werden.

Viele Wege sind möglich. In diesem Sinn befasst sich die Ausstellung im Museum Bruder Klaus Sachseln facettenreich mit dem Thema. Veranstaltungen und partizipative Ausstellungselemente verknüpfen das Damalige mit heute genutzten Wegen, ermöglichen Begegnungen und Debatten. Die Veranstaltungen führen Besucherinnen und Besucher hinaus in die Landschaft und lassen sie Alltägliches neu wahrnehmen.

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Gut zu wissen

Datum
Sonntag, 14. April 2019 10:00 - Freitag, 01. November 2019 12:00
Weitere Daten
Sonntag, 14. April 2019 11:00 - Freitag, 01. November 2019 17:00
Sonntag, 14. April 2019 13:30 - Freitag, 01. November 2019 17:00
Ergänzende Zeitangaben
Feiertage: 11.00-17.00 Uhr
Lokalität
Museum Bruder Klaus
Dorfstrasse 4
6072 Sachseln
Preis
CHF 10.00 / CHF 8.00 / CHF 2.00 Gruppen mit Voranmeldung (ab 10 P.): CHF 6.00
Kontakt
Carmen Kiser
Museum Bruder Klaus Sachseln
Postfach
Dorfstrasse 4
6072 Sachseln
0416605583
Homepage
www.museumbruderklaus.ch
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Veranstaltungsort

Museum Bruder Klaus
Dorfstrasse 4
6072 Sachseln