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Sühne

Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojewski. 11.30 Uhr Einführung.
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1866 schrieb Dostojewski seinen ersten grossen Roman. Im Zentrum steht der ehemalige Jurastudent Raskolnikow, der aus einem Überlegenheitsgefühl heraus zur Selbstjustiz greift und zum Mörder wird. Der Kriminalroman mit philosophisch-religiösen Diskursen, Pathos und einer lakonischen Komik ist eine gnadenlose Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Themen.

Mehr als 150 Jahre später nehmen die beiden estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo den Roman zum Anlass für eine Auseinandersetzung mit den Kategorien Schuld und Sühne. Dabei dienen den Künstlern diese Begriffe als Sprungbrett für ein weitreichendes Themenfeld: Wo sitzt das Gewissen einer globalisierten Gesellschaft? Wer sind die Verfasser von Regeln und Gesetzen in einer Welt, in der unterschiedliche Religionen, Kulturen und politische Systeme aufeinandertreffen? Gibt es so etwas wie Moral heute überhaupt noch? Und welche Rolle spielt eigentlich die Macht Einzelner im Verhältnis zu einer herrschenden Gesetzgebung?

Einführung jeweils 30 Minuten für Vorstellungsbeginn www.luzernertheater.ch/suehne

Gut zu wissen

Datum
Sonntag, 17. Februar 2019 11:00
Lokalität
Luzerner Theater
Theaterstr. 2
6003 Luzern
Preis
CHF 30 / 60
 

Kontakt

Luzerner Theater
Theaterstr. 2
6003 Luzern
www.luzernertheater.ch