spinner

TROJA

Ein Antikenzyklus nach Euripides. In einer Bearbeitung von Melinda Nadj Abonji. 18.45 Einführung
| Bühne | ab 14 Jahren

«Ein Narr ist jeder Mensch, der Städte auslöscht, Tempel und Gräber veröden lässt und selbst danach zugrunde geht.»

Sie gilt als die Mutter aller Kriege: die Schlacht um Troja. Weil Paris die schöne Helena raubte, ziehen die versammelten Streitkräfte Griechenlands gen Troja – dem «Land der Barbaren», um «dem Raub der Griechenfrauen nicht weiter zuzuschaun.» Doch das Heer hängt in Aulis fest und der Seher Kalchas verkündet: Die Kriegsmacht könne erst dann weiterziehen, um Troja zu zerstören, wenn ihr Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie der erbosten Göttin Artemis zum Opfer bringe …
Was mit «Iphigenie in Aulis» als Tragödie der Griechen vor dem Krieg beginnt, wird – nach zehnjähriger Belagerung, schwersten, mythenumrankten Kämpfen und dem Fall der Stadt – zur Tragödie der Troer: «Nimm alles, was ich hab» – Hekabes Schmerz ist unermesslich, während sie ihren Enkel Astyanax zu Grabe trägt. Die Königsmutter, die alles und alle verliert und sich am Ende für das erlittene Leid grausam rächt, steht im Zentrum beider Tragödien «Die Troerinnen» und «Hekabe».

Das Team um Regisseur Ingo Berk führt die drei antiken Dramen des Euripides zu einer Tragödie zusammen – die Tragödie eines Krieges, dessen Ursachen verworren und dessen Auswirkungen verheerend sind. In der gleichsam poetischen wie ebenso direkten und emotionalen sprach-lichen Bearbeitung durch die Autorin Melinda Nadj Abonji, werden die grossen politischen Konflikte aus ei-ner intim-persönlichen Perspektive 
erzählt. Und aus den archaischen Dramen wird ein fesselnder Politthriller von heute. Denn irgendwo herrscht Krieg. Immer.

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn www.luzernertheater.ch/troja

Gut zu wissen

Datum
Freitag, 07. Februar 2020 19:30
Lokalität
Luzerner Theater
Theaterstr. 2
6003 Luzern
Preis
CHF 25 - 85
 

Kontakt

Luzerner Theater
Theaterstr. 2
6003 Luzern
www.luzernertheater.ch