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  • 15.09.2026

Schlafen im Stroh, Glamping in einem Iglu aus Frischhaltefolie oder von mir aus in einem überromantisierten Baumzelt mitten im Fichtenwald – aussergewöhnliche Unterkünfte sind im Trend. Wir haben für euch das erste Silo-Hotel der Schweiz (wenn nicht sogar der Welt) getestet und sind dafür nach Escholzmatt in die UNESCO Biosphäre Entlebuch gedüst. 

Der Weg zum Bio-Suisse-Landwirtschaftsbetrieb Tannenhof sollte eigentlich ein leichter sein. Schliesslich ist der Tannenhof in unmittelbarer Gehdistanz zum Bahnhof Escholzmatt. Wer braucht schon Google Maps, denken wir uns. So ein 8,5 Meter hohes Silo, wird doch schon von Weitem sichtbar sein, denken wir uns. 

Falsch gedacht. Auf halber Strecke müssen wir kapitulieren und werfen einen flüchtigen Blick auf die Karte. Zum Glück. Um ein Haar wären wir falsch abgebogen. Lea und ich teilen uns neben einem mittleren bis schwach ausgeprägten Orientierungssinn noch weitere Gemeinsamkeiten: Wir besitzen beide ein von Heuschnupfen malträtiertes Immunsystem, sind leidenschaftliche Skorpione und stehen mit einer Grösse von 1,60 m auf der eher kleineren Seite des Lebens. In einer Sache unterscheiden wir uns jedoch grundsätzlich. Und diese Sache rennt uns gerade mit 30 km/h entgegen. 

Wie ein Schutzschild presst mich Lea vor sich, während ich meine Hand von der nassen Hundeschnauze beschnuppern lasse. Jetzt biegen auch die beiden Schwestern Luzia und Regula um die Ecke und pfeifen die neugierige und sehr gut erzogene Hündin mit dem rot-weissen Fell und dem äusserst kreativen Namen «HeySiri» zurück. Wir begrüssen uns und werden sogleich mit der gesamten Entourage aus Kindern, Hunden und Katzen zu unserer heutigen Unterkunft begleitet

Spätestens jetzt, sehen auch wir das Silo. Mintgrün ragt es in die Höhe, kleine Fenster markieren die vier Stockwerke und auf dem Dach weht heroisch eine Schweizerflagge im gelb verfärbten Wind. Heute ist offiziell Saisoneröffnung. Kein Wunder sind alle etwas nervös. «Nach einer zweijährigen Umbauphase konnten wir das Silo-Hotel endlich Ende August 2025 eröffnen», erzählt uns Luzia die Anfänge des Hotels. Aufgrund des schlechten Wetters sei die Saison letztes Jahr aber sehr kurz ausgefallen, sodass sich jetzt alle umso mehr auf die erste richtige Saison freuen. 

Die Freude ist wahrlich gross und so erhalten wir statt von den beiden Projektinitiantinnen von deren beiden Söhnen Eric und Simon die obligatorische Hoteltour. Beim Betreten des Silos fällt uns als Erstes der Duft auf. Es riecht nämlich – nicht wie erwartet nach kompostiertem Gras (oder was auch immer wir uns vorgestellt haben, wie es im Inneren eines Gras-Silos riecht) – sondern nach frischem Holz. Verrückt. 

Der Rundgang beginnt ganz unten, wo wir unsere Alltagsschuhe gegen Haussandalen tauschen. Die beiden angehenden Immobilienmakler öffnen die erste Tür, und wir erblicken ein topmodernes WC und eine Dusche (inklusive Warmwasser?!) Wow, was für ein Luxus. Da kann Glamping gleich einpacken. Die Hängematte, in den von Stechmücken bevölkerten Baumwipfeln, sowieso

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Laila Bosco
15. September 2026