Das Isental im Kanton Uri gilt nicht umsonst als wahres Seilbahnparadies. Gleich sieben Kleinseilbahnen erschliessen die verstreuten Berggebiete und Alpen rund um das Tal. Während unseres Ausflugs durften wir zwei davon erleben, und wurden mit eindrücklichen Ausblicken und einem besonderen Wandererlebnis belohnt.
Unsere Reise begann am Vormittag beim Bahnhof Altdorf. Mit dem Bergbus machten wir uns auf den Weg ins Isenthal. Bereits die Fahrt dorthin war ein Erlebnis für sich. Die kurvenreiche Strasse schlängelt sich durch die Landschaft, während immer wieder der Blick auf den tiefblauen Urnersee frei wird. Wer das Isental besucht, merkt schnell: Hier ticken die Uhren etwas langsamer. Umgeben von imposanten Bergen, saftigen Wiesen und beeindruckender Ruhe beginnt hier ein Ausflug, der weit weg vom Alltag führt.
Bei der Haltestelle Isenthal Weid-Furggelen stiegen wir aus. Nach wenigen Minuten Fussweg standen wir bereits vor der Talstation der Kleinseilbahn Wissig–Furggelen. Mit der kleinen Bahn ging es hinauf Richtung Furggelen. Schon während der Fahrt sorgten die frische Bergluft, ein angenehmes Windchen und die Aussicht auf die umliegenden Wiesen und Berge für echtes Abenteuergefühl. Die Luftseilbahn wurde bereits 1953 erbaut und diente ursprünglich vor allem den Bergbauernfamilien als wichtige Verbindung zu ihren Höfen. Noch heute ist dieser ursprüngliche Charakter spürbar.
Oben angekommen machten wir uns auf den Weg zum Urner Mundartweg. Nach einem kurzen Aufstieg wurden wir bereits mit einem fantastischen Blick auf den Vierwaldstättersee belohnt. Danach führte der Weg durch einen lichten Wald. Sonnenstrahlen fielen durch die Bäume und sorgten zusammen mit den schattigen Abschnitten für eine ganz besondere Stimmung.
Schon bald erreichten wir den ersten Posten des Urner Mundartwegs. Neugierig scannten wir den QR-Code und erfuhren mehr über die Besonderheiten und Eigenheiten der Urner Mundart. Neben spannenden Geschichten und literarischen Infos gibt es bei den Posten jeweils Steine, auf denen zentrale Begriffe aus der Urner Mundart zu lesen sind.
Nach einiger Zeit fanden wir den perfekten Platz für unsere Mittagspause. Vor uns lag der glitzernde Vierwaldstättersee, dahinter ragten die Berggipfel klar in den Himmel. Dazu ein feines Stück Brot mit «Dirrs» und Frischkäse – manchmal braucht es nicht mehr für ein perfektes Mittagessen.






