Sarnen steckt voller Geschichte(n) – und wir konnten sie vor Ort direkt erleben. Die Audio-Tour «Dorfgeschichten» führt per Smartphone durch den Dorfkern. Wir entdeckten bekannte Orte neu, begegneten spannenden Persönlichkeiten und erfuhren überraschende Details. Für Familien gibt’s dazu übrigens eine spielerische Version mit einem «Mitmach-Säckli».
Wie klingt Sarnens Geschichte, wenn man mittendrin steht? Genau das wollten wir herausfinden, als wir die neue Audio-Tour «Dorfgeschichten» getestet haben – einmal auf der Tour für Erwachsene und einmal auf der Familientour. Am Bahnhof Sarnen starteten wir den Rundgang ganz unkompliziert per QR-Code und tauchten bereits nach wenigen Metern in vergangene Zeiten ein.
Das integrierte Navigationssystem führte uns vom Salzherrenhaus über den Dorfplatz bis hinauf zum Landenberg und zum geheimnisvollen Hexenturm. Die Tour verbindet historische Fakten mit lebendigen Erzählungen, überraschenden Details und spannenden Perspektiven auf das Dorfleben von früher und heute. Wer hätte gedacht, dass in Obwalden einst mit «Weissem Gold» gehandelt wurde?
Auf der Familientour hat sich besonders bewährt, dass wir selbst entscheiden konnten, wann und wo wir starten. Die einzelnen Stationen funktionieren nämlich unabhängig voneinander – ideal, wenn man zwischendurch eine Pause einlegen oder die Tour auf mehrere Tage verteilen möchte. An Werktagen kann am Bahnhof Sarnen für diese Tour ein «Mitmach-Säckli» für fünf Franken gekauft werden. Mit diesem «Extra» kann die Audiotour spielerisch mit verschiedenen Aufgaben und kleinen Challenges ergänzt werden.
Die Inhalte der Erwachsenen- und Familientour unterscheiden sich vor allem in der Ausführung. So sind die Audios auf der Familientour etwas kürzer und einfacher formuliert. Besonders gefallen hat uns, dass die Aufgaben und Challenges Familien ins Gespräch bringen und gemeinsame Diskussionen anregen. Die Familientour richtet sich primär an Familien mit Kindern im Primarschulalter – aber ehrlich gesagt, hatten auch wir Erwachsenen unseren Spass dabei.
Ob als Familie, Gast oder Einheimische – «Dorfgeschichten» eröffnet einen neuen Blick auf Sarnen und macht sichtbar, was oft verborgen bleibt: Geschichten, die mitten im Dorf bis heute weiterleben. Und eines ist sicher – diese Geschichten werden noch lange in uns nachklingen.
Jasmin Gerigs Leidenschaft gehört der Sicht- und Erlebbarmachung unseres materiellen und immateriellen Erbes. Gerne testet sie ausserschulische Vermittlungsorte und liebt Geschichtsvermittlung auf eine spielerische Art.














