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  • 23.05.2025

Hätte mir vor 30 Jahren jemand gesagt, dass ich einmal an einer Ziegenwanderung im Napfgebiet teilnehme, so hätte ich es vehement verneint. An einem sonnigen Nachmittag war es so weit: „Man sollte doch niemals „nie“ sagen!“

Vor 15 Jahren lernte ich Cornelia Stalder über die Arbeit kennen. Was ich schon bald an Cornelia schätzte, war ihre hohe Sozialkompetenz. Auch bemerkte ich ihre grosse Liebe zu Tieren und ihre Fürsorge für diese.

Wieder zehn Jahre später erzählte sie mir von ihrer Idee, Ziegenwanderungen anzubieten. Ich durfte miterleben, wie dieser Gedanke konkreter wurde – mit Logos, Homepage, Marketing, der ersten Wanderung, usw. Es war ein spannender Prozess.

Nun durfte ich mit meiner Tochter und meinen vier Grosskindern in Hergiswil bei Willisau an einer Stallvisite und einer kleinen Wanderung teilnehmen.

Cornelia hat mit viel Freude die Kinder auf Augenhöhe abgeholt und sie mit dem Wesen der Ziegen bekannt gemacht. Dabei hat sie auch von einzelnen Charakteren der Tiere erzählt. Da gibt es die frechen, die spassigen, die kinderliebenden usw.

Einige versteckten sich zuunterst, andere stiegen auf das Höchste. Und tatsächlich – es dauerte nur wenige Augenblicke, die Ziegen kamen neugierig zu uns und erkundeten alles, besonders meine Schnürsenkel. Cornelia instruierte uns im Voraus, dass wenn es uns zu viel Nähe wäre, wir die Ziegen fortstossen dürfen – dies mussten wir aber nicht anwenden, denn die Ziegen waren zwar neugierig, aber nicht aufdringlich. Den Kindern gefielen die kleinen Zicklein besonders gut.

Nach dem Kennenlernen durften wir mit den Ziegen auf die Weide, wo wir beobachten konnten, wie die Ziegen ihre Lieblingsgräser mit den Lippen herauslasen.

Gewandert wurde nicht mit den Ziegenmüttern und ihren Jungen, da diese noch zu klein waren. Cornelia hat dafür sechs Ziegen ausgewählt, welche dies auch gerne machen. 

Da waren zum Beispiel Armon und Andri, diese beiden sind ein Jahr alt und Cornelia hat schon viel Zeit mit ihnen verbracht und sie schon gut auf das Wandern vorbereitet. Das Wandern entspricht sowieso einem natürlichen Bedürfnis der Ziegen. Zwei Ziegen bekamen ein Halfter, an welchem die Leine befestigt wurde. Nun bekamen wir Anweisungen, wie wir uns zu verhalten haben, damit es für alle ein freudiges Erlebnis wird. Und los ging`s.

Insgesamt waren wir über 2,5 Stunden mit Cornelia und den Ziegen zusammen und es ist mir aufgefallen, dass keines der Kinder je gejammert hätte, es sei müde oder es gehe zu lange. Immer war irgendetwas Spannendes zu sehen!

Bemerkenswert war, dass die Ziegen mit uns wanderten, sie waren vor uns, hinter uns und neben uns, auch wenn sie nicht angeleint waren. Auf Cornelias pfeifen oder rufen gehorchten sie vorbildlich.

Was mir persönlich am besten gefallen hat, ist die Ruhe, die Freude und die Leidenschaft für die Ziegenwanderung, welche Cornelia ausstrahlt. Sie liebt die Ziegen, setzt sich für den Rassenerhalt und das Tierwohl ein und sie mag den Kontakt zu Menschen. Dies kann sie mit ihrem Angebot Ziegen Zeit gut verbinden. Ebenfalls wunderschön finde ich die Landschaft, total abseits von Verkehr und Lärm.

Wem würde ich diese Wanderung empfehlen?

Allen, die genauso neugierig sind wie die Ziegen und gerne mal etwas Anderes ausprobieren. Allen, die gerne die wunderschöne Natur geniessen. Allen, die sich gerne anstecken lassen von Ruhe und Freude.

Also jedem, ob gross oder klein!

Weitere Informationen und Links:

Ziegen Zeit
Kräuterdorf Hergiswil
Weitere Naturerlebnisse
Region Willisau

Drei Kinder streicheln ein schwarzes Zicklein beim Ziegen-Trekking in Hergiswil bei Willisau.
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© Beat Brechbühl | Luzern Tourismus
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23. Mai 2025