Diesen Sommer lade ich dich herzlich ein, das Geburtshaus von Niklaus von Flüe im Flüeli zu besuchen und dabei eine ganz besondere Frau kennenzulernen: Dorothee Wyss, die Ehefrau von Niklaus.
Auch wenn Dorothee selbst nicht in diesem Haus lebte – ihr Lebensmittelpunkt war das Haus in der Schiblochmatte, rund 200 Meter entfernt – bietet das Geburtshaus heute den perfekten Rahmen, um ihr Leben und Wirken zu entdecken.
Dorothee Wyss war Bäuerin im Mittelalter, Mutter von zehn Kindern und eine Frau voller Mut, Stärke und Verantwortungsbewusstsein. Sie trug die Entscheidung ihres Mannes mit, die Familie zu verlassen, damit er als Eremit im Ranft leben konnte – eine Entscheidung, die ihr Leben tief prägte. Auch wenn ihr Sohn später in das Geburtshaus zog, blieb Dorothee selbst in der Schiblochmatte, wo sie ihr Leben und den Hof meisterte.
Die Ausstellung ist bewusst lebendig und interaktiv gestaltet. An den Stationen kannst du die handwerkliche Arbeit des Mittelalters hautnah erleben und nachvollziehen, wie Dorothee ihren Alltag auf dem Hof und mit der Familie organisierte. Hörstationen liefern spannende Hintergrundinformationen zu ihrem Leben, und du kannst Ausschnitte aus der Kantate „Dorothea“ von Joël von Moos hören und sehen.
Zudem gibt es die Möglichkeit, dich poetisch mit den Themen Abschied und Veränderung auseinanderzusetzen – so wird Dorothees Leben nicht nur greifbar, sondern auch emotional erlebbar.
Nach deinem Besuch kannst du im Flüeli verweilen, die Bergluft geniessen und die besondere Atmosphäre auf dich wirken lassen. Wer möchte, kann anschliessend den Ranft besuchen, den Ort, an dem Niklaus von Flüe als Eremit lebte – und den Dorothee aus der Ferne mitgetragen hat. So erlebst du die Geschichte von Dorothee und Niklaus auf besondere Weise: lebendig, nahbar und inspirierend.










