Weshalb ist klimabewusstes Handeln im Tourismus wichtig?
Klimaschutz ist ein zentraler Zukunftsfaktor für den Schweizer Tourismus. Bereits heute verursacht der Tourismus über acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, mit steigender Tendenz. Entsprechend nimmt der politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Druck zu und klimabewusstes Handeln ist keine freiwillige Zusatzleistung mehr, sondern eine Voraussetzung für Glaubwürdigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und langfristige wirtschaftliche Stabilität. Mit den nationalen Klimazielen verpflichtet sich die Schweiz, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50% gegenüber 1990 zu senken und spätestens bis 2050 klimaneutral zu werden. Der Tourismus nimmt dabei eine Doppelrolle ein: Einerseits trägt er zu den CO2-Emissionen bei, andererseits ist er selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Hinzu kommen steigende Energiepreise und (mögliche) künftig höhere CO2-Abgaben, die Angebot, Nachfrage und Wirtschaftlichkeit touristischer Betriebe unmittelbar betreffen. Vor diesem Hintergrund ist klimabewusstes Handeln in touristischen Betrieben eine zentrale Voraussetzung, um Risiken zu minimieren, Chancen zu nutzen und den Tourismus nachhaltig weiterzuentwickeln.