Fragile Dynamik. Eine Retrospektive von Guido Stadelmann
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Die Retrospektive Fragile Dynamik würdigt das langjährige Schaffen des Zürcher Glaskünstlers Guido Stadelmann (*1952). Im Zentrum der Ausstellung steht der Mensch, der in seinen fragilen Glasfiguren zwischen Innerlichkeit, alltäglicher Handlung und körperlicher Bewegung erscheint. Roland Widmer, Gründer von Fundsachenverkauf.ch, initiierte diese Retrospektive aus seiner Wertschätzung für Guido Stadelmanns Werk. Kuratiert wird die Ausstellung von den Kunsthistorikerinnen Chelsea A. Neuweiler und Sophia M. Vogt.
Vielschichtigkeit von Emotionen
Guido Stadelmanns Glasfiguren durchlaufen unterschiedliche Gemütszustände, denen sich die Ausstellung widmet. Der Versuch, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale zu erfassen, reicht von der antiken Temperamentenlehre nach Hippokrates bis zu modernen Modellen wie dem DISG-System. Fragile Dynamik greift diesen beständigen Ansatz auf und gruppiert die Figuren nach den vier archetypischen Temperamenten. Die Einteilung macht emotionale Zustände lesbar und schafft einen Zugang zu ihren Gefühlswelten. Auf vier Räume im zweiten Obergeschoss verteilt begegnen sich ruhelose und optimistische Sanguiniker, träge und ausgeglichene Phlegmatiker, nachdenkliche und tiefgründige Melancholiker sowie jähzornige und zielstrebige Choleriker. Die von Guido Stadelmann geschaffenen Glasmenschen treten dabei miteinander in Beziehung: Sie suchen den Austausch, verweilen ruhig nebeneinander, ziehen sich am Rande des Raums zurück oder geraten in spannungsgeladene Konfrontationen.
Alltägliche Handlungen und körperliche Bewegung
Neben den Figuren, die Innerlichkeit und emotionale Zustände verkörpern, widmet sich der Künstler auch körperlichen Aktivitäten oder alltäglichen Handlungen. Diese Werkgruppe ist im dritten Obergeschoss ausgestellt. Hier begegnen die Besuchenden Glasmenschen in Bewegung: Sie treiben Sport – etwa mit einem Hula-Hoop-Reifen oder auf dem Motorrad –, führen ihre Hunde aus oder treten spielerisch in Interaktion mit Verkehrstafeln. Nach der intensiven Auseinandersetzung mit den gefühlsbetonten Figuren eröffnet dieser Teil der Ausstellung eine amüsante Auflockerung und humorvolle Perspektive.
Die Entstehung eines Glasmenschen
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Video zur Entstehung eines Glasmenschen. Zu sehen ist der gesamte Prozess; von der ersten Skizze über das Schmelzen bis hin zum Formen. Das Glas erscheint nun nicht mehr hart und starr, sondern dynamisch und kraftvoll – auch wenn die Fragilität des Materials bestehen bleibt.
Guido Stadelmann
Aufgewachsen in Zürich absolvierte Guido Stadelmann 1968 eine Ausbildung zum Apparateglasbläser. Nach vier Jahren wechselte er zur kunsthandwerklichen Glasbläserei und gründete kurze Zeit später sein eigenes Atelier für Glasgestaltung in Zürich. Im Zentrum seines Schaffens stehen wiederkehrende Motive wie der Mensch und der Baum. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Musée Olympique in Lausanne, im Museum Bellerive in Zürich oder im Musée de Beaux-Art in Rouen. Die Retrospektive Fragile Dynamik würdigt das langjährige Schaffen des mittlerweile pensionierten Glaskünstlers und gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung seiner Glasplastiken.
Vernissage: 10.04.2026, 18.00 bis 20.30 Uhr
abweichende Öffnungszeiten:
Sa: 10 bis 17 Uhr
So: 11 bis 16 Uhr
Vielschichtigkeit von Emotionen
Guido Stadelmanns Glasfiguren durchlaufen unterschiedliche Gemütszustände, denen sich die Ausstellung widmet. Der Versuch, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale zu erfassen, reicht von der antiken Temperamentenlehre nach Hippokrates bis zu modernen Modellen wie dem DISG-System. Fragile Dynamik greift diesen beständigen Ansatz auf und gruppiert die Figuren nach den vier archetypischen Temperamenten. Die Einteilung macht emotionale Zustände lesbar und schafft einen Zugang zu ihren Gefühlswelten. Auf vier Räume im zweiten Obergeschoss verteilt begegnen sich ruhelose und optimistische Sanguiniker, träge und ausgeglichene Phlegmatiker, nachdenkliche und tiefgründige Melancholiker sowie jähzornige und zielstrebige Choleriker. Die von Guido Stadelmann geschaffenen Glasmenschen treten dabei miteinander in Beziehung: Sie suchen den Austausch, verweilen ruhig nebeneinander, ziehen sich am Rande des Raums zurück oder geraten in spannungsgeladene Konfrontationen.
Alltägliche Handlungen und körperliche Bewegung
Neben den Figuren, die Innerlichkeit und emotionale Zustände verkörpern, widmet sich der Künstler auch körperlichen Aktivitäten oder alltäglichen Handlungen. Diese Werkgruppe ist im dritten Obergeschoss ausgestellt. Hier begegnen die Besuchenden Glasmenschen in Bewegung: Sie treiben Sport – etwa mit einem Hula-Hoop-Reifen oder auf dem Motorrad –, führen ihre Hunde aus oder treten spielerisch in Interaktion mit Verkehrstafeln. Nach der intensiven Auseinandersetzung mit den gefühlsbetonten Figuren eröffnet dieser Teil der Ausstellung eine amüsante Auflockerung und humorvolle Perspektive.
Die Entstehung eines Glasmenschen
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Video zur Entstehung eines Glasmenschen. Zu sehen ist der gesamte Prozess; von der ersten Skizze über das Schmelzen bis hin zum Formen. Das Glas erscheint nun nicht mehr hart und starr, sondern dynamisch und kraftvoll – auch wenn die Fragilität des Materials bestehen bleibt.
Guido Stadelmann
Aufgewachsen in Zürich absolvierte Guido Stadelmann 1968 eine Ausbildung zum Apparateglasbläser. Nach vier Jahren wechselte er zur kunsthandwerklichen Glasbläserei und gründete kurze Zeit später sein eigenes Atelier für Glasgestaltung in Zürich. Im Zentrum seines Schaffens stehen wiederkehrende Motive wie der Mensch und der Baum. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Musée Olympique in Lausanne, im Museum Bellerive in Zürich oder im Musée de Beaux-Art in Rouen. Die Retrospektive Fragile Dynamik würdigt das langjährige Schaffen des mittlerweile pensionierten Glaskünstlers und gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung seiner Glasplastiken.
Vernissage: 10.04.2026, 18.00 bis 20.30 Uhr
abweichende Öffnungszeiten:
Sa: 10 bis 17 Uhr
So: 11 bis 16 Uhr
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