Masterpieces

Philip Taaffe (*1955): Sanctuarium. A Room for Lucerne, 2010

Philip Taaffe, «Sanctuarium. A Room for Lucerne», 2010

Die Arbeit «Sanctuarium. A Room for Lucerne» des amerikanischen Künstlers Philip Taaffe besteht aus rund 100 eigens angefertigten Monotypien und Siebdrucken, die ein dichtes Geflecht aus vielfältigen Formen bilden und an Pflanzen, Insekten oder Symbole unterschiedlicher Kulturen erinnern.

Philip Taaffe entwickelt ein Vokabular, das an historische Bildtraditionen, Ornamente und Formen aus der Natur anknüpft. Auf Reisen in alle Erdteile, in Regenwälder, zu archäologischen Stätten und zu modernen Museen sammelt er Formen für sein umfangreiches Archiv, das als Ausgangspunkt seines künstlerischen Schaffens dient.

Im Raum entfalten die Motive eine mystische Kraft, wodurch eine Art Zufluchtsort, ein Heiligtum, ein Sanktuarium für Luzern entsteht. Darauf verweist auch der Titel: Der Ort Luzern, der stark mit dem Zentralschweizer Katholizismus, aber auch mit der erhabenen Landschaft verbunden ist, bildet Taaffes Inspiration. Der Künstler konzipiert die Installation für die Gruppenausstellung «Lebenszeichen» 2010 im Kunstmuseum Luzern. Dank der Landis & Gyr Stiftung kommt die Arbeit im Anschluss an die Ausstellung in die Sammlung des Kunstmuseums Luzern und ist 2026 erneut in der Sammlungspräsentation «1 Raum, 1 Werk» zu sehen.